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Samstag, 16.12.2017

Was ist Endodontie?

Die Endodontie beschäftigt sich mit dem "Inneren" des Zahnes. Unter dem Schmelzmantel (der härtesten Substanz im menschlichen Körper) und unter dem Dentin, einer weiteren Zahnhartsubstanz, befindet sich das Zahnmark, die sog. Pulpa. Diese besteht aus Blutgefäßen, Nervenfasern und Bindegewebe und reicht von der Zahnkrone bis zur Wurzelspitze, wo sie mit dem die Wurzel umgebenden Gewebe in Verbindung steht. Die Pulpa übernimmt wichtige Funktionen während der Zahnentwicklung. Ist der Zahn jedoch völlig ausgereift, kann er auch ohne Pulpa bestehen.

Das Fachgebiet der Endodontie hat in den letzten Jahren nicht zuletzt aufgrund der Einführung neuer Techniken und Instrumente einen enormen Aufschwung erfahren. Auf diese Weise können Zähne erhalten werden, die ansonsten als nicht erhaltungswürdig eingestuft und extrahiert werden würden. Mit herkömmlichen Verfahren dagegen sind insbesondere schwierige Fälle wie gekrümmte oder verkalkte Kanäle, Perforationen oder bereits anbehandelte Fälle nicht zufrieden stellend zu versorgen. Eine sorgfältige, dem Stand der Wissenschaft entsprechende, endodontische Vorbehandlung jedoch ist oft entscheidend für eine gute Langzeitprognose insbesondere für Zähne, die einer weiteren parodontalen oder prothetischen Versorgung bedürfen.